Donnerstag, 21. März 2013

Alternativlos

<a href="http://www.canstockphoto.com">(c) Can Stock Photo</a>
(c) Can Stock Photo


Wenn etwas als »alternativlos« bezeichnet wird, sollten wir bekanntlich hellhörig werden. Alternativlos heißt: Wir sind nicht mehr frei. Und das spüren wir. Es fühlt sich ganz und gar nicht gut an. Alternativlose Situationen meiden wir deshalb instinktiv und zu Recht.

Nachdem ich vor drei Jahren begonnen hatte, mich intensiver mit der aktuellen Finanzkrise zu beschäftigen und bei den Recherchen dann auch auf den mysteriösen Blogger FOFOA stieß, ging es mir in der Tat so: Ich hatte den Eindruck, jetzt wohl notgedrungen alles auf ein Pferd setzen zu müssen und in einer alternativlosen Sackgasse gefangen zu sein. Denn FOFOA ist ein Verfechter physischen Goldes als einzigem dauerhaften Wertspeicher.

Und damit war ich eine Zeitlang nicht einverstanden. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass es genau andersherum ist.

Der Besitz physichen Goldes heißt: Zurückholen aller Optionen zu uns selbst, Wiedergewinnung aller Optionen, die wir aus der Hand gegeben haben, Rückabwicklung aller fremdbestimmten Optionen, die wir »in der Welt« plaziert haben, hin zu uns selbst.

Wir begeben uns in Abhängigkeiten, wenn wir unsere Optionen abgeben. Wir werden frei, wenn wir alle Optionen zurücknehmen, zu uns. Das ist spirituell so, und das ist auch materiell so.

Spirituell werden wir frei, wenn wir nicht mehr verhaftet sind mit den Dingen der äußeren Welt, wenn nicht mehr die Welt uns diktieren kann, wohin es für uns lang geht, sondern wir aus uns selbst heraus und aus unserem Selbst heraus unseren Kurs bestimmen können.

Materiell werden wir frei, wenn unser Eigentum nicht mehr dem Zugriff anderer geöffnet ist, weder direkt (Konfiszierung) noch indirekt (Inflationierung), und wenn wir unser Eigentum vollkommen frei fließen lassen können, wenn es von uns selbst jederzeit in die Richtung gelenkt werden kann, in der wir es einsetzen wollen.

Hierzu hat FOFOA mit nahezu begnadeter Pädagogik eine Menge hervorragender Aufsätze verfasst. Zu einigen habe ich in diesem Post verlinkt. Es gibt zu disen Themen viele Beiträge mehr von ihm. Googlen Sie einfach mal nach »fofoa+confiscation«, »fofoa+inflation« oder »fofoa+flow«.

Seit ich diese Aufsätze durcharbeite, weiß ich:

Materiell macht nichts einen Menschen so frei wie der Besitz physischen Goldes.

  • Es kann heute nicht mehr konfisziert werden.
  • Goldbesitz kann anonym bleiben. 
  • Mit etwas Silber lässt sich der Goldbesitz verschleiern. Wenn die Papierwährung kollabiert, lässt man das Gold liegen und bezahlt mit weniger wertvollen Silbermünzen: bis die Zeiten so sind, dass man Gold wieder in Umlauf bringen will. FOFOA berichtet an einer Stelle, dass er mit jeder Unze Gold, die er erwirbt, zusätzlich eine Unze Silber ersteht: geringe Mehrkosten, die eventuell aber hilfreich sein können, wenn das Gold zu wertvoll wird, als dass man es noch unter die Leute bringen will.
  • Ich kann es in alles und in alles jederzeit und in alles jederzeit überall wandeln. 

Von welchem Asset kann man das sonst noch sagen? Nehmen Sie noch einmal den Post vor, in dem ich Schritt für Schritt gezeigt hatte, wie potentiell werthaltige Gegenstände aus der Option herausfallen, langfristig – auch über Krisenzeiten hinweg! – Wertspeicher zu sein. Gold ist in diesem Sinn in der Tat allmächtig und insofern auch aus dieser Sicht ein Pendant zum Absoluten, aus dem heraus wir spirituell handeln.

Dieser Spannungsbogen »Selbst—Gold« treibt den Gegensatz von Innen und Außen auf die Spitze: Das Selbst ist höchster Repräsentant der geistigen Welt, Gold ist höchster Repräsentant der physischen Welt. Wir Menschen aber sind nicht aufgerufen, uns zwischen beiden Welten zu entscheiden, sondern beide Welten jeweils zu 100 Prozent zu integrieren. 200%!

Insofern wäre Verachtung des Materiellen falsch. Geld war für große Geister nie tabu, sondern wurde klug und mit weiser Voraussicht eingesetzt. Ghandis Nähmaschinen dienten auch der materiellen Selbstgenügsamkeit der Massen!

Wir sollten uns also für unsere Werte interessieren: Was ist ein Tauschmittel? Was ist Währung? Was ist Wertspeicher?

Gefährdet ist heute nicht das Geld an sich: Geld ist unschuldig und versieht mit den elektronischen Hilfsmitteln seinen Dienst besser als zu irgendeiner Zeit zuvor.

Gefährdet sind heute auch nicht notwendigerweise einzelne Währungen. Selbst der Dollar hat eine gute Chance, zu überleben: als Währung und als Tauschmittel.

Gefährdet ist heute vielmehr das, was gegenwärtig als Wertspeicher eingesetzt wird: Geld, solange es als Wertspeicher missbraucht wird, Derivate, die als Wertspeicher missbraucht werden, Schuldverschreibungen, die als Wertspeichern eingesetzt werden. Diese ganzen Papierwerte werden »brennen« und ihre Funktion, nachhaltiger Wertspeicher zu sein, verlieren. Wenn sich die Asche dann senkt, wird sich zeigen, was seit eh und je echter Wertspeicher ist: das Kerbholz, das nicht verrottet, die Muschel, die nicht beliebig nachgesammelt werden kann, die Münze, die nicht beliebig vermehrt werden kann.

Gold ist in der Tat nur ein Metall – zudem von nur geringfügigem industriellen Wert. Genau das aber macht Gold zu einem idealen Wertspeicher: Der Mensch ist vor Jahrtausenden zu der Übereinkunft gelangt, dass nützliche Gegenstände – Getreide, Kühe, Häuser, Land –  zurückgetauscht werden können in dieses Werte aufnehmende und Werte reflektierende  Metall, und dass dieses mit Wert aufgeladene Metall jederzeit zurückgetauscht werden kann in nützliche Gegenstände.

Auf Gold hatte man sich vor Jahrtausenden geeinigt, weil man wusste: Dieser Gegenstand ist so unnachahmlich wie das Kerbholz, aber unendlich beständiger als die Muschel, die in manchen Gegenden Tauschmittel gewesen war.

Dass man Gold so wenig sieht, liegt daran, dass die großen Vermögen es traditionellerweise verstecken und aufbewahren als Sicherheit für die Ewigkeit. Wirklich große Dynastien – Rothschild, Rockefeller, Vatikan – horten das Gold seit Jahrhunderten und geben nur dann davon etwas in den Umlauf zurück, wenn die Barmittel, die durch Geschäfte getätigt werden, knapp werden.

Und es liegt daran, dass auf der anderen Seite die Sparer zu gierig sind: Statt sicher zu sparen, wollen sie sparen und verdienen. Und fallen auf die vielen Versprechungen herein, Geld »arbeiten zu lassen«. Das kann gut gehen, über lange Zeit, und kann auch der Inflation Paroli bieten. Es kann aber auch schief gehen: in Zeiten der Unüberschaubarkeit allemal.

Aber auch der kleine Mann wird wieder lernen, wirklich zu sparen: und sein Wertvolles so zur Seite legen, dass er es ruhen lassen kann – und er selbst beruhigt bleiben kann. Bis er es eines Tages wieder »versilbert«, falls seine Barmittel nicht ausreichend sind.

Und wer bei den Namen Rothschild, Rockefeller und Vatikan zurückzuckt: Es ist nicht das Gold, das diese Mächte pervertiert hat. Es ist der diesen Instanzen innewohnende Charakter – Gier, Inhumanität, Lüge –, die diese Institutionen pervertiert. Deshalb gehen sie mit ihrem Gold so um, wie sie es tun – und würden mit jedem anderen Wertspeicher nicht anders umgehen.

Umgekehrt: Wenn sich der Sinn solcher Institutionen eines Tages wandelt, wenn sie wieder zu menschlichen Instanzen werden, die dieser Welt nützlich sind, dann werden sie ihr Gold auch zugunsten der Welt einsetzen. Und dann werden alle Gutwilligen, die nicht über solch gigantische Vermögen verfügen, glücklich sein: dass diese Werte bewahrt worden sind.

Dienstag, 19. März 2013

Die Gefährlichkeit der Wachsamkeit

In einem beherzten Artikel bezichtigt sich Dr. Dietmar Siebholz der Dummheit: Zu lang habe er nur geschrieben, statt die Ratschläge, die er zu geben hat, für sich selbst in die Tat umzuwandeln.

Nun, die »Dummheit« war sicher augenzwinkernd gemeint. Ich glaube nicht, dass solch ein Urteil auch nur im Entferntesten angemessen wäre. Und doch war ich mit einem Punkt ganz und gar nicht zufrieden.

Ich hatte eine freie Minute und wollte ihm schreiben: dachte aber dann, dass meine Überlegungen auch für potentielle Leser interessant sein könnten. Deshalb schreibe ich ihm hier:

Sehr geehrter Herr Dr. Siebholz!

Ich stimme Ihrem Artikel an vielen Stellen zu. [Man merkt, ich bin bei Frau Merkel in die Schule gegangen ;) Immer schön diplomatisch bleiben!]

Aber: Mit Ihrem Schlusswort – »In diesem Sinne: Bleiben Sie wachsam…« – bin ich nicht einverstanden. Diesem Rat zu folgen wäre IMHO nun tatsächlich eine Dummheit ;)

Sie werden zurückfragen: »Was ist daran falsch, wachsam zu sein?«
Meine Antwort: alles.
Ich möchte das kurz begründen.

»Wachsamkeit« heißt untätig sein. »Wachsamkeit« bedeutet, in Warteposition zu bleiben statt sofort zu handeln, die Szenerie zu beobachten statt Entscheidungen zu treffren, auf ungewöhnliche Rauchzeichen zu achten statt zu akzeptieren, was im Großen und Ganzen längst die Spatzen von den Dächern pfeifen: Die Zeit zu handeln ist jetzt.


Im Fall unseres Finanzsystem halte ich Wachsamkeitsratschläge deshalb für höchst gefährlich.

Zwei Szenarios sollen das verdeutlichen.

(1)
Der Anleger ist in Gold-Futures investiert. Über Nacht entziehen ein oder mehrere big player diesen Derivate-Werte ihre Unterstützung. (Das kann tausenderlei Gründe haben.) Ihr Leser – wachsam! – wacht am nächsten Morgen auf, sieht den drastisch gesunkenen GLD-Preis und will nun fix aussteigen und in physisches Gold investieren. Wie lange, glauben Sie, wird es dauern, bis die Goldbanken sagen müssen »sold out«? Wochen? Tage? Es werden Stunden sein. Ein paar wenige Glückliche können noch zuschlagen. Der überwältigende Rest der Interessenten aber wird in die Röhre schauen und weinen.

(2)
Der Anleger ist in allerlei Papier investiert: Aktien, Lebensversicherungen, Riesterprodukte, Sparbücher, sonstige Geldkonten. Und er denkt: »Wenn’s brenzlig wird, steige ich da aus und transferiere mein kleines [oder größeres] Vermögen dann doch mal ganz ins Gold, in echte Münzen und Barren. Wenigstens für kurze Zeit, bis sich der Sturm wieder gelegt hat!«
Wie lange, glauben Sie, wird es dauern, bis die Münzhändler – online wie offline – ihm werden sagen müssen »sold out«? Wochen? Tage? Es werden Stunden sein. 


Abgesehen davon, dass die Auflösung von Papieren nicht ganz so fix geht, wie man das oft meint. Barabhebungen größeren Umfangs müssen mindestens 24 Stunden vorher avisiert werden. Dito Sparbücher, die oft sogar einer wochen- oder gar monatelangen Kündigungsfrist unterliegen. Erst Recht Versicherungen und Riesterprodukte. 

Und dann die Anleihen! Bundesanleihen, die ich aufzulösen hatte, waren an die Klausel gebunden, dass pro Monat (!) nur jeweils 15.000 (fünfzehntausend) Euro ausbezahlt werden können, pro Person! Hat jeder Anleger so viele Vertrauenspersonen, denen er entsprechende Anteile schnell übertrragen kann, damit diese für ihn kündigen? Vielleicht wollen diese Menschen ihr eigenes Limit selber nutzen?

Schon unter diesen wenigen Spots auf die gegenwärtige Lage folgt:

Wer zu dem Schluss gekommen ist, dass das Finanzsystem ernsthaft wackelt – und zu diesem Schluss kann in Europa eigentlich nun jeder gekommen sein, seit 2008 –, sollte nicht länger »wachsam« sein, sondern sofort handeln. Alle Kündigungen in die Wege leiten. Den ganzen Papierkram in Angriff nehmen. Und jeden freigesetzten Euro ohne Verzug in physisches Gold wandeln: umstellt mit etwas Silber, um das Gold zu schützen. (Warum nicht 1:1, bezogen aufs Gewicht? Für eine Unze Gold eine Unze Silber.)

Denn wenn erst enmal alle auf den Trichter kommen, wird das Gold schneller vom Markt verschwunden sein, als wir den Bestellbutton drücken können. Oder sein Preis wird astronomisch sein – was wir lieber antizipativ mitnehmen. Statt schon vorher ein Opfer zu werden.



Das dies keine Finanzberatung ist, versteht sich von selbst. Meine Weltsicht! Mehr nicht.


Mit freundlichen Grüßen
ein anderer

Montag, 18. März 2013

Was ist ein Wertbesitz?



Was ist ein Wertbesitz?

Diese Frage musste mein Freund umgetrieben haben, als er mich kürzlich fragte, ob er einen teuren Newsletter abonnieren soll, der ihm erklärt, wie er sein Vermögen bewahren und ggf. vermehren kann.

Aha, dachte ich: Der schlaue Mann möchte aus Zahlen noch größere Zahlen machen. Mit Hilfe von Aktien, Anleihen, Schuldverschreibungen. Mit diesen Papieren kann man in der Tat gut handeln, und wenn man geschickt ist, erhält man am Ende mehr, als man vorher eingesetzt hatte. Mehr Zahlen auf dem Papier.

Was ich davon halte, fragte er mich.

Hier meine Antwort:

Lieber XY.

Ich habe inzwischen all diese Dienste abbestellt.

Für mich habe ich – Dank der gewissenhaften Unterrichtung durch FOFOAs Blog – erkannt, dass Vermögen, das man bewahren will, nie Tauschmittel sein darf, mit dem man handeln, sprich: weiteres Geld verdienen will. Denn Handel und Verdienst bedingen das Risiko. Vermögen und Risiko aber schließen sich aus.

Als Vermögen betrachte ich das Geld, das mir zur freien Verfügung steht (Gesamtvermögen minus Barmittel für den täglichen Bedarf).

Dieses Vermögen gilt es vielmehr gegenüber Fährnissen abzusichern: Ich möchte es behalten, um es eines Tages für gute Dinge einsetzen zu können. Und sei es »nur«, um meinen Kindern und Enkeln damit eine Frreude zu machen.

Daraus folgt, dass ich dieses Vermögen niemandem anvertrauen darf, dessen Prinzipien und Fertigkeiten für mich nicht transparent und vertrauenswürdig sind. Das aber trifft für keine Bank, kein Fonds, kein Unternehmen zu. Nimm als Beispiel die XY-Bank. Weiß ich wirklich, was dort mit meinem (!) an sie ausgeliehenen (!) Geld passiert, wenn sie es in meinem Sinn – Erhalt, evtl. Mehrung des Vermögens – investieren? Ich könnte nur hoffen und vertrauen.

Gewiss, man winkt mit »Zinsen« und »Rendite«. Aber was sind das für Beträge! Ich übertrage jemandem mein Haus, und als Gegenleistung baut er mir Jahr für Jahr eine kleine, hölzerne Hundehütte. Oder bringt auf seine Kosten einen neuen, schicken Briefkasten an, ein neues Klingelschild.

Und außerdem: Zinsen und Rendite sind nichts anderes als die Gegenleistung für das Risiko, dem mein Vermögen nun ausgesetzt ist. Wir hatten soeben aber festgestellt, dass ich genau das nicht wollen darf: Risiko für das, was ich behalten will.

Also gehe ich auf die Suche nach einem Wertespeicher, der folgende Kriterien erfüllt. Und Du wirst sehen: Während ich Kriterium für Kriterium scharf schalte, verringern sich meine Optionen Schritt für Schritt. Fangen wir an:

Der Wertspeicher wird seit langem auch von anderen Menschen dauerhaft (!) als Wertspeicher akzeptiert. Was nützt mir Wertvolles, über das meine Mitwelt nur die Nase rümpft? Diese Wertspeicher fallen mir ein: 


  • GOLD, SILBER, DIAMANTEN, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, LAND, IMMOBILIE, AKTIEN. (Das gilt aber keinesfalls für Geldscheine! Geldscheine sind nur kurzfristig Wertspeicher, nie werthaltig auf lange Sicht. Wir erinnern noch die Zeiten, als man die Geldscheine auf Schubkarren auf den Wochenmarkt fuhr – und das Restgeld wurde, weil das Zurückschlepen sich nicht lohnte, aufgekehrt zu preiswertem Brennmaterial?)
  • Der Wert befindet sich in meinen Händen, direkt und physisch. Das gilt für GOLD, SILBER, DIAMANTEN, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN. Aktien sind nur verbriefte Werte, nie der Wert an sich! Mit dem Kauf einer Aktie habe ich ihren gegenwärtigen Wert komplett aus der Hand gegeben. Ob ich in zehn oder zwanzig Jahren noch einen entsprechenden Gegenwert zurückerhalte, steht in den Sternen.
  • Der Wert kann feinunterteilt werden. Das gilt für GOLD, SILBER, DIAMANTEN, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN. Eine Wohnung, die beispielsweise 100.000 Euro wert ist, kann ich nicht in 20 kleine Parzellen aufteilen, wenn ich mal 5.000 Euro aus dem Vermögen herausziehen muss. Wer kauft mir das WC ab?
  • Der Wert ist transportabel. Das gilt für GOLD, SILBER, DIAMANTEN, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN. Ich möchte mich ohne unüberwindbare Logistik-Probleme mit meinem Vermögen von A nach B bewegen können.
  • Ich habe Platz für Lagerhaltung. Das gilt für GOLD, SILBER, DIAMANTEN, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN.
  • Es ist weitgehend unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Witterung, Lagerbedingungen, Feuer. Das gilt für GOLD, SILBER, DIAMANTEN, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN. Kunst brennt leider, es sei denn, sie ist aus Beton oder Stahl.
  • Der Wert kann leicht, ohne Spezialexpertise, ermittelt und getauscht werden, ist also wenigstens zeitweise (Silber) anerkanntes »Geld«. Das gilt für GOLD, SILBER, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN. Münzhändler gibt es an jedem größeren Ort, und die seriösen unter ihnen können mit schnellen, einfachen Methoden den Wert einer Münze feststellen.
  • Der Wertgegenstand besitzt im Verhältnis zum Wert nur geringes Gewicht und Volumen. Das gilt für GOLD, SILBER, EDELSTEINE, KUNST, ANTIQUITÄTEN, GRUND UND BODEN, IMMOBILIEN, AKTIEN. Wenn 100.000 EUR in Silber rund 130 kg wiegen und ein Volumen von mindestens zwei großen Rucksäcken füllen, wiegen 100.000 EUR in Gold nur zweieinhalb Kilo, mit einem Volumen kaum größer als ein Pfund Butter.

An diesen Einsichten ändert sich für mich nichts mehr. Deshalb benötige ich keine weitere Expertise.

Der Newsletter XY möchte Dir zeigen, wie Du Dein Vermögen »arbeiten« lassen kannst. Dazu musst Du es zuerst hergeben. Dir bleibt anschließend nur die Hoffnung, es eines Tages wiederzusehen. Eine Garantie gibt es bei diesen Spielen nie.

Und dann noch ein Weiteres:

Nimm 100.000 Euro. Ein Versprechen auf Vermögen. Versprochene Kaufkraft. Potentieller Besitz. Dafür kaufst Du Aktien.

In zehn oder zwanzig Jahren will ich dieses Versprechen in echte Kaufkraft umwandeln. Zwischen Kauf und Rückhabe der Papiere steht die Zeit. Ist das noch dieselbe Kaufkraft wie heute? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht! Das Versprechen auf Kaufkraft schrumpft mit der Zeit. Wenn ich Pech habe, sogar dramatisch (Hyperinflation, Währungsrreform).

Du magst entgegenhalten: Dafür erhalte ich Dividende. Richtig. Aber dann musst Du auch sicher sein, dass Rendite und Zinsen mindestens Schritt halten mit der Inflation. Wer oder was gibt Dir diese Sicherheit? Deine Hoffnung. Mehr nicht.

Der eine oder andere Euro, der uns als Gewinn versprochen wird, mag also verlockend sein. Der Preis für diesen Gewinn aber ist das Risiko, das Vermögen ganz oder in Teilen zu verlieren. Das aber widerspricht dem Anspruch, Vermögen zu allererst zu schützen.

Du siehst: Man muss sich entscheiden: Will man sein Vermögen »arbeiten« lassen (hergeben) oder schützen (behalten)?

Wenn Du es schützen willst, arbeite die Liste oben ab.

Dann weißt Du auch, was Du besitzt, wenn auch bei uns einmal Zahltag ist. 


Und dann wissen auch Sie, was Sie besitzen, wenn einmal Zahltag ist.

Mit freundlichen Grüßen
ein anderer